Freies WLAN in Arnis an der Schlei

Fragen

Häufige Fragen zu Freifunk:

1. Was kostet das?

Zuerst die Bereitschaft, seinen eigenen Internet-Anschluss zu teilen. Diese muss also vorhanden sein und natürlich auch bezahlt werden. Dann weiterhin ein Freifunk-Router, zu einmaligen Kosten ab ca. 45 €. Der Stromverbrauch hängt etwas vom Gerät ab, sollte aber ca. 10-15 € pro Jahr nicht überschreiten. Und unter Umständen fallen noch Kosten für die Verkabelung an (Netzwerkkabel vom Internet-Anschluss zum Router). Das war’s dann aber auch schon!

2. Kann die Bandbreite begrenzt werden?

Wird der eigene Internet-Anschluss durch Freifunk lahmgelegt, wenn viele Nutzer darüber ins Internet gehen?
Nein, denn bei der Installation kann eine maximale Bandbreite festgelegt werden. Wenn der eigene Anschluss z.B. 16 MBit/s hergibt, wäre ein sinnvoller Wert für die Freifunk-Nutzung etwa 2 MBit/s, so steht noch genügend Kapazität für den Anschlussinhaber zur Verfügung.

3. Kann ich als Freifunk-Bereitsteller für irgendetwas belangt werden, wenn da jemand über meinen Anschluss surft?

Nein! Durch die Technik hinter Freifunk (ein sogenanntes „VPN“) bleibt der eigene Anschluss vollkommen verborgen, und bei Rechte-Verstössen kann dieser nicht ermittelt werden. Maximal wird also der Freifunk-Verbund belangt, aber hier greift das sogenannte „Provider-Privileg“, dass dieses verhindert. Ohnehin wird das Thema derzeit politisch diskutiert und es ist mit weiteren – hoffentlich Freifunk-freundlichen – Entscheidungen zu rechnen.

4. Ist das für den Nutzer sicher?

Nein! Genauso unsicher, wie jeder andere öffentliche Internet-Anschluss auch, aber das ist kein Problem von Freifunk. Nutzer sind dafür unseres Erachtens durchaus sensibilisiert und werden keine vertraulichen Daten (etwa Online-Banking) über einen derartigen Anschluss übertragen.

5. Ist mein eigenes Netz sicher?

Absolut! Technisch handelt es sich um zwei vollständig voneinander getrennte Netzwerke, es besteht keinerlei Möglichkeit, über das Freifunk-WLAN auf eigene Geräte (wie Computer oder Festplatterspeicher / NAS) zuzugreifen.

6. Ist es egal, wie mein Internet-Anschluss angebunden ist?

Ja, das ist egal. Internet ist Internet – ob es von der Telekom (DSL) oder über Kabel (Vodafone / Kabel Deutschland) ins Haus kommt, spielt keine Rolle. Es sollte nur einigermaßen schnell sein.

 7. Welche Geschwindigkeit sollte mein Internet-Anschluss haben? 

Gute Frage! Zu langsam sollte er nicht sein, 2 MBit/s sind definitiv nicht ausreichend und auch 6 Mbit/s sind eher zu knapp zum Teilen. Die Bandbreite, die für Freifunk zur Verfügung steht, kann zwar begrenzt werden, aber so richtig Sinn macht das erst mit höheren Geschwindigkeiten. Ab 10-16 Mbit/s ist aber alles ok, bei Kabel (50 / 100 / 200 Mbit/s) sowieso.

8. Muss der Freifunk-Router direkt an die „Internet-Dose“?

Jein. Er braucht schon eine Netzwerk-Verbindung (= Kabel) zum Router, der vom Internet-Provider (also z.B. Telekom oder Kabel Deutschland) bereit gestellt wird. Das kann problemlos mit einem normalen Netzwerk-Kabel erfolgen (gibt’s in unterschiedlichen Längen bis ca. 20m). Der Freifunk-Router sollte dann dort aufgestellt werden, wo eine gute Funkverbindung zu erwarten ist, also z.B. im Fenster zur Strasse oder zum Garten hinaus.

9. Wie wird ein Aussen-Router angeschlossen?

Im Prinzip genauso. Er benötigt eine Netzwerk-Verbindung zum Haupt-Router (Telekom oder Vodafone / Kabel Deutschland). Da der Aussen-Router naturgemäß aussen angebracht wird, ist also eine Kabeldurchführung notwendig. Wer nicht bohren und schrauben will, kann ein ultraflaches Netzwerk-Kabel verwenden (wirklich sehr dünn!), das klappt bei den meisten Fenstern prima.

10. Kann die Verbindung zwischen Freifunk-Router und Haupt-Router auch über das Stromnetz hergestellt werden?

Im Prinzip schon, aber: diese „Power-Lan“-Geschichten (Devolo, Fritz! Powerline & Co.) sind unserer Erfahrung nach weder kostengünstig, noch stabil und meist auch nicht besonders schnell. Sie erzeugen deutliche Störungen im Stromnetz (kann man teilweise im guten alten UKW-Radio hören!) und werden selbst durch eine Vielzahl von Verbrauchern im Haus (alles mit Motor: Mixer, Waschmaschine etc. sowie Energiesparbirnen) teilweise ganz erheblich gestört. Die Datenrate bricht dann schnell auf einen untauglichen Wert ein. Unser Fazit: Möglichst Finger weg – lieber ein Kabel ziehen, falls machbar!

11. Welche Freifunk Community sollte verwendet werden – Freifunk Nord oder Freifunk Kreis SL-FL?

Die sogenannte Community bündelt zunächst alle Freifunk-Known in einer bestimmten Region. Das macht Sinn, um den Überblick und die technischen Aufwände möglichst gering zu halten. Historisch gab es zunächst die Community Freifunk Nord, die von Kiel aus betrieben wird und als eine Art Sammelbecken für alle Freifunk-Knoten gedacht war/ist, die keiner anderen Community angehören (z.B. Hamburg, Lübeck). Seit einiger Zeit gibt es allerdings eine weitere Community für die Region Schleswig-Flensburg. Hier können ebenfalls Knoten angemeldet werden.

Eigentlich wäre insofern Schleswig-Flensburg die geografisch korrekte Community für Arnis. Wichtig ist noch zu wissen, dass jede Community eine eigene WLAN-Kennung (SSID) hat, die natürlich auch so angezeigt wird. Und: Knoten können sich nur innerhalb der gleichen Community miteinander verbinden (sogenanntes Meshing). Historisch hat sich nun in Arnis die Nutzung der Nord-Community herausgebildet. Insofern musst Du selbst entscheiden, welcher Community Du mit deinem Freifunk-Router beitreten willst.

12. Wer steckt dahinter? Seit ihr die Betreiber?

Nein, wir sind nicht die Betreiber, haften für nichts und sind auch nicht Ansprechpartner bei Problemen oder Ausfällen. Freifunk ist selbst organisiert, die Technik dahinter wird von den Freifunk-Communities ehrenamtlich übernommen, einen Anspruch auf eine dauerhafte Verfügbarkeit gibt es jedoch nicht. Da Ausgaben für Technik und Server anfallen, freuen sich die Communities immer über Spenden.